Fußchirurgie - Praxisgemeinschaft Dr. Gredler und Dr. Schwentner
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Fußchirurgie

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Fußchirurgie

 

Hallux valgus (schmerzhafter „Ballenfuß“)

Dreiviertel aller betroffenen Patienten mit einem Hallux valgus sind Frauen.

Beim Ballenfuß zeigt die Großzehe nach außen. Ihr Gelenk wandert zum Innenrand. Die Haut wird vorgewölbt. Diese Vorwölbung ist der Ballen. Druckstellen im Schuhwerk entstehen. Der Ballen kann sich entzünden und Ursache von Schmerzen sein. Ohne Operation führt die Erkrankung zur Arthrose und behindert das schmerzfreie Gehen. Ein gelenkserhaltender Eingriff entfernt den Ballen, korrigiert den Spreizfuß und bringt die Großzehe wieder dauerhaft in eine gesunde Stellung. Die Vorteilen direkt nach der Operation sind schmerzarme Behandlung und frühe Mobilität. Die guten Ergebnissen im Langzeitverlauf sprechen für sich.

 

Hallux rigidus (schmerzhafter „Steifzehe“)

Hat der Hallux valgus  bereits zur schmerzhaften Arthrose geführt, hilft nur noch die Versteifung des Gelenkes.

 

Hammerzehen, Krallenzehen

Bei der Hammerzehe ziehen die verkürzten Sehnen die Zehe in eine ungünstige Stellung: stark gebeugt und mit einer dicken Hornhautschwiele („Hühnerauge“). Bei der Operation werden die Sehnen neu vernäht und die Zehe gekürzt und mit einem Stift geschient. Durch zusätzliches Ausschneiden des Hühnerauges wird ein hübsches kosmetisches Ergebnis erzielt.

 

Metatarsalgie (Vorfußschmerz) und Morton-Neurinom

Metatarsalgie

Typisch für die Erkrankung ist die kontinuierliche Verschlechterung des Spreizfußes (vgl. Hallux valgus ). Da der Mittelfußknochen der Großzehe nicht mehr den vorgesehen Anteil an Last tragen kann, kommt es zur Überlastung der anderen Mittelfußköpfchen und zu der sehr schmerzhaften Metatarsalgie (Mittelfußballenschmerz). Mit korrekt angepassten Einlagen kann man die Schmerzen lindern, die Fehlstellung jedoch nicht korrigieren, so dass je nach Befund ein abgestuftes Vorgehen individuell mit dem Patienten abgesprochen wird. In schweren Fällen und je weiter die Veränderungen fortgeschritten sind, kommt ein operativer Eingriff zum Tragen.

 

Morton-Neurinom

Das „Morton-Neurinom“ ist ein Eigenname. Durch eine Einengung des Nerven zwischen den Zehenknochen kommt es zu einer Reizung der Nerven, was Beschwerden auslösen kann: Schmerzen zwischen den Zehen, eine elektrisierende Ausstrahlung zu den Zehenspitzen oder auch ein Taubheitsgefühl der Zehen ist möglich. Zur Untersuchung und weiteren Abklärung dieser Erkrankung kann mit einer Infiltration der im verengten Zwischenraum liegende Nerv betäubt werden. Bringt diese Maßnahme keinen Erfolg, müssen die weiteren Behandlungsschritte in einem Gespräch geklärt werden.

 

Fersenschmerz, Achillodynie

Fersenschmerz

Der Fersenschmerz wird durch eine Überlastung des Rückfußes verursacht. Es kommt zu einer Entzündung der Weichteile im Bereich der Fußsohle („Plantaraponeurose“). Bei einer reduzierten Fersenbeweglichkeit kann es zu einer Überbeanspruchung und nachfolgenden Entzündung der betroffenen Fußsohle kommen. Deshalb ist insbesondere die Dehnungstherapie einer verkürzten Wadenmuskulatur sehr wichtig, um die Überlastung zu reduzieren.

 

Fersensporn

Ist es zur Ausbildung eines knöchernen Sporns im Bereich des Fersenknochens (Fersensporn) gekommen, kann dieser Sporn sehr starke Schmerzen auslösen. Für die dauerhafte Behandlung ist auch in diesem Fall die erwähnte konsequente Dehnungstherapie unter physiotherapeutischer Anleitung sehr wichtig. Starke Schmerzzustände beseitigt die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT).

 

Achillodynie

Wenn die Sehnenscheide der Achillessehne selbst schmerzhaft entzündet ist, spricht man von einer Achillodynie. Die Ursache ist praktisch immer die Überbelastung der Sehnen, zum Beispiel beim Sport. Die Möglichkeit einer Einlagentherapie sollte diskutiert werden.

 

Bei allen drei Krankheitsbildern setzen wir bei sehr stark entzündlichen Veränderung zur Beseitigung der chronischen Schmerzen die Piezowavefokussierte, extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ein und unterstützen den Heilungsprozess durch „ACP“ (autologous conditioned plasma).

Bei erfolgloser Behandlung ohne Operation, d.h. einem Behandlungszeitraum von zumindest 3 Monaten, sollten die weiteren Behandlungsschritte genauestens besprochen werden.

 

Eingewachsener Zehennagel

Die eingewachsenen Teile des Nagels werden entfernt und durch eine spezielle Operationstechnik wird gleichzeitig verhindert, dass der Nagel erneut einwachsen kann.